Schlecker

ver.di fordert von Schlecker Klarheit und Wahrheit

Ulm (Stadt) | 27.01.2012

Eine Filiale der Drogeriemarkt-Kette Schlecker.
Eine Filiale der Drogeriemarkt-Kette Schlecker. Foto: B4BSCHWABEN.

Erneut appellierte die Vereinte Dienstleistungsgewerkschaft (ver.di) an Schlecker: „Bündnis für Schlecker-Beschäftigte dringend nötig“.

Die Vereinte Dienstleistungsgewerkschaft (ver.di) setzt sich wiederholt für die mehr als 30.000 Mitarbeiter von Schlecker ein. Die Schlecker-Beschäftigten brauchen in dieser schwierigen Zeit viel Unterstützung. Hier weist ver.di auf die dringende Notwendigkeit für ein Bündnis zur Unterstützung der Schlecker-Mitarbeiter hin.

Ver.di fordert Bündnis zur Rettung der Arbeitsplätze bei Schlecker

„Es sind nicht die Beschäftigten, die die finanzielle Misere von Schlecker verursacht haben. Deshalb brauchen wir jetzt dringend ein Bündnis zur Rettung der Arbeitsplätze“, so Stefanie Nutzenberger, ver.di-Bundesvorstands-Mitglied für den Handel. Ver.di wendet sich mit dieser Forderung hier insbesondere an die Lieferanten von Schlecker. Diese sollen die Drogeriemarkt-Kette weiterhin mit Waren versorgen. Aber auch an die Kundinnen und Kunden von Schlecker richtet sich dieser Appell. Diese seien aufgefordert, wie bisher bei Schlecker einzukaufen.

ver.di fordert von Anton Schlecker Offenlegung der Eigentums-Verhältnisse

Es wird Zeit, dass Anton Schlecker die Eigentums-Verhältnisse offenlegt. Hierzu gehören auch die Vermögens-Verhältnisse seiner Familie und die der Familienangehörigen. „Was wir von Schlecker fordern, ist Klarheit und Wahrheit. Klarheit gegenüber den Beschäftigten und die Wahrheit über seine Vermögens-Verhältnisse. Die beängstigende Zeit der Ungewissheit für mehr als 30.000 Beschäftigte und deren Familien muss ein Ende haben“, so Nutzenberger.

Klärung der Verhältnisse bei Schlecker schafft Vertrauen

Die Mitarbeiter von Schlecker haben ein Recht zu erfahren, ob ihre Arbeitsplätze für die Zukunft gesichert sind. Laut Nutzenberger kann diese Problem niemand so schnell und umfassend aufklären wie die Familie Schlecker selbst. Ohne umfassende Transparenz könne kein Vertrauen zwischen den Parteien entstehen. Genau dieses sei aber eine zwingende Voraussetzung für erfolgreiche Verhandlungen über die Fortführung des Unternehmens.

Die Schlecker-Insolvenz

Schlecker hatte am Montag, 23.01.2012 beim Amtsgericht Ulm den Antrag auf Einleitung eines Insolvenzverfahrens gestellt. Vom Amtsgericht Ulm wurde Arndt Geiwitz von Schneider Geiwitz & Partner zum Insolvenzverwalter der Drogeriekette Schlecker ernannt. Das Unternehmen Schlecker strebt dabei eine Planinsolvenz an. Dadurch soll ein Großteil des Filialnetzes gesichert werden und damit auch viele Arbeitsplätze. Von der Insolvenz betroffen sind die Anton Schlecker e.K., Schlecker XL GmbH und die Schlecker Home Shopping GmbH. Die Drogeriemarkt-Kette Schlecker ist ein inhabergeführtes Unternehmen und befindet sich komplett in Familienbesitz.

Mehr unter www.verdi.de

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