IHK Ulm

Zusammenarbeit von Wissenschaft und Wirtschaft erzielt super Ergebnisse

Ulm (Stadt) | 15.07.2010

IHK Ulm
IHK Ulm

Auf dem „IHK-Forum Markt + Wissen“ wurden herausragende Projekte präsentiert, die sich durch eine Kooperation zwischen wissenschaftlichen Einrichtungen und Firmen aus der Region auszeichnen.

Drei verschiedene Projekte mit den Themen medizinische Bauteile, Lkw-Transporte und Proteine wurden auf dem "IHK- Forum Markt + Wissen" vorgestellt. Den Besuchern wurden die oft komplexen Zusammenhänge einfach und nachvollziehbar von den Referenten erklärt. Unter ihnen war auch Bundesforschungs-Ministerin Dr. Annette Schavan. Der maßgebliche Kooperationsvermittler ist dabei die IHK. Die IHK versucht viele weitere erfolgreiche Kooperationen anzustoßen. "Unsere Erfahrung lehrt uns, dass Wirtschaft und Wissenschaft gerade bei kleinen und mittleren Unternehmen nur schwer zueinander finden", so IHK-Präsident Dr. Peter Kulitz. "Deshalb hat die IHK Ulm hier für das Instrument Top-Wissenschaft entwickelt."

wichtig: familienfreundlichere Arbeitszeiten für Lkw-Fahrer

Dynamic Truck-Meeting ist ein Projekt zur Optimierung von Lkw-Transporten in ganz Deutschland. Mit Hilfe von Prof. Dr.-Ing. Oliver Kunze (Hochschule Neu-Ulm) und Prof. Dr.-Ing. Hartwig Baumgärtel (Hochschule Ulm) optimieren wissenschaftliche Teams anhand von wissenschaftlichen Berechnungen und Simulationen die Wegstrecken, Ladungen und Lieferziele von Lkw-Transporten. Dadurch versuchen sie eine geringere Verkehrsbelastung, niedrigere Kosten und trotzdem eine höhere Auslastung der Lkw zu erzielen.

"Als besonders positiver Effekt tritt dabei auf, dass die betroffenen Lkw-Fahrer öfters am Abend bei ihren Familien sein können", sagte Harald Seifert, geschäftsführender Gesellschafter der Seifert Logistics GmbH, Ulm. Er verdeutlichte den Zuhörern, wie elementar wichtig es ist, familienfreundlichere Arbeitszeiten für Lkw-Fahrer zu schaffen. Bereits heute besteht ein großes Problem, die notwendige Anzahl an Fahrern zu bekommen. Diese Problematik wird sich mit den künftig steigenden Warenströmen noch deutlich verstärken.

IHK Ulm: wichtiger Kooperationstreiber

Prof. Dr. Karsten Urban von der Universität Ulm präsentierte zusammen mit dem Entwicklungsleiter Dr. Ulrich Langlotz von der Ulrich Medical in Ulm ein weiteres Kooperationsprojekt vor. Eine Kontrastmittelpumpe wurde so mit mathematischen Methoden verbessert, dass die Steuerung des Kontrastmittelflusses bei computertopographischen Untersuchungen optimal wird. Das spart Behandlungszeit und –kosten und kommt im Endeffekt dem Patienten zugute. Prof. Dr. Urban und Dr. Langlotz betonten dabei, wie wichtig die Rolle der IHK Ulm als Kooperationstreiber ist.

langfristig: günstigere Medikamente

Über das dritte Projekt staunte nicht nur Bundesforschungsministerin Dr. Schavan. Es beschäftigt sich mit der Produktion von "lebenden Arzneimitteln", den so genannten Biopharmazeutika. Prof. Dr. Hans Kiefer, Institut für Pharmazeutische Biotechnologie Hochschule Biberach, und Franz Nothelfer, Boehringer Ingelheim Pharma GmbH & Co. KG erklärten, wie schwierig es ist, Proteine dazu zu bewegen, sich als Kristalle abzusondern. Das Projekt zielt darauf ab, eine kostengünstige Methode zum Herausfiltern des reinen Wirkstoffes zu finden. In dieses Projekt wird viel Geld investiert. Langfristig führt es aber dazu, dass Arzneimittel erheblich günstiger werden.

Neues Instrument "Top-Wissenschaft"

Die IHK Ulm setzt auf das neue Instrument "Top-Wissenschaft": Eine bewusst schlank und benutzerfreundlich gestaltete Systematik für suchende Unternehmen führt zu passende wissenschaftlichen Instituten. IHK-Haupt­geschäftsführer Otto Sälzle: "Wir fordern und fördern Kooperationen zwischen Wissenschaft und Unternehmen in der Region, um bereits heute den Vorsprung von morgen zu sichern."    

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