Ulm (Stadt) | 06.12.2010

Vertreter unterzeichnen Bildungspartnerschaft bei Südwestmetall
Starke Partner erleichtern die Studienwahl in Naturwissenschaft und Technik. Südwestmetall unterschrieb Bildungspartnerschaft zur Schüler-Ingenieur-Akademie.
Die Schüler-Ingenieur-Akademie (SIA) setzt sich seit 2003 erfolgreich gegen den Fachkräftemangel in Naturwissenschaft und Technik ein. Um diese Partnerschaft nachhaltig zu gestalten, haben Gymnasien, Unternehmen und Hochschulen in der Region Ulm am Donnerstag eine Vereinbarung zur Bildungspartnerschaft unterzeichnet. „Eine langfristige Kooperation zwischen Schulen, Hochschulen und Unternehmen ist ein wichtiger Baustein zur Förderung des Nachwuchses. Auch für die Zukunftsfähigkeit unseres Wirtschaftsstandortes Deutschland ist eine Bildungspartnerschaft wichtig“, sagte anlässlich der Unterzeichnung Götz Maier, Geschäftsführer von Südwestmetall in Ulm.
SIA für alle ein Vorteil
Schüler optimal auf den Übergang in das Berufsleben vorzubereiten, sei ein zentrales Ziel der Partner der Schüler-Ingenieur-Akademie und des Arbeitgeberverbands Südwestmetall. „Die Schulen können damit ihre Arbeit stärker als bisher auf die Anforderungen im Berufsleben ausrichten“, betonte Maier. Gleichzeitig lernten Unternehmen frühzeitig ihren künftigen Nachwuchs kennen. Die Bildungspartnerschaft trägt zudem dazu bei, Wissen über komplexe wirtschaftliche und technische Zusammenhänge zu vermitteln.
Schüler dürfen ihre Fähigkeiten testen
Seit 2003 bietet die SIA in Ulm Schülern der gymnasialen Oberstufe die Möglichkeit, die Vielseitigkeit des Ingenieurberufs kennenzulernen. Sie können dabei nicht nur hinter die Kulissen der Betriebe CASSIDIAN, Daimler, EvoBus, Gardena und Wieland-Werke schauen, sondern dürfen ihre eigenen Fähigkeiten auch beim Bau einer mikroprozessor-gesteuerten Ampelanlage testen. An der Hochschule zeichnen sie die Ampelanlage im CAD-Programm und an der Universität erfahren sie mehr über Robotik. Auch die Gymnasien Albert-Einstein, Hans und Sophie Scholl und St. Hildegard tragen zum Gelingen des Projektes bei. Sie stellen Lehrer für die Gestaltung des Unterrichts und die Begleitung der Schüler im Rahmen der SIA frei.
SIA macht Technische Berufe interessant
129 Schüler, davon 63 Schülerinnen, haben die SIA Ulm erfolgreich absolviert. Zwanzig neue Schüler starteten im September. Die ersten drei Jahrgänge der SIA sind heute bereits im Studium bzw. stehen im Berufsleben. Die drei meistgewählten Studienfachrichtungen sind Ingenieurwissenschaften (18), Mathematik und Naturwissenschaften (16) und Wirtschaftswissenschaften (16). Die darunter führenden Studienfächer sind Maschinenbau (11) und Wirtschaftsingenieurwesen (9). Von 31 Frauen wählten 20 Ingenieurwissenschaften, Naturwissenschaften oder einen betriebswirtschaftlich-technischen Studiengang. Ebenso haben sich Bewerber für ein Lehramtsstudium in den Fächer Mathematik und Physik entschieden.
Schüler begeistern sich für Technik
Die SIA ist ein Projekt zur Vernetzung von Hochschulen, Schulen und regionalen Betrieben. Sie wird von Südwestmetall, dem Verband der Metall und Elektroindustrie Baden-Württemberg e.V., im Rahmen des Förderprogramms „Start 2000 plus“ organisiert und finanziell unterstützt. Ziel der SIA ist es, engagierten Oberstufenschülerinnen und -schülern neben dem regulären Schulunterricht technische Inhalte zu vermitteln und ihnen Einblick zu geben in die Welt der Ingenieurberufe. Vor allem praktische Übungen und Projektarbeiten eröffnen den Blick über den Tellerrand üblichen Schulunterrichts und fördern technische Fähigkeiten.
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