Ulm (Stadt) | 28.08.2009
IHK Ulm und RKW Baden-Württemberg helfen kleinen und mittleren Unternehmen in der Wirtschaftskrise. Der Maschinenbau verzeichnete im Mai 2009 einen Auftragseinbruch von fast 50Prozent gegenüber dem Vorjahresmonat, einzelne Bereiche wie die Zulieferer für die Nutzfahrzeugbranche sogar von mehr als 80Prozent. Dieser Rückgang wirkt sich aufgrund der typischen Auftragszyklen der Branche verzögert auf Umsätze und Produktionsvolumina aus.
Da der Zahlungseingang bei den Unternehmen oft erst nach 70 bis 80 Tagen oder noch später erfolgt, wird der Rückgang im Volumen erst im zweiten Halbjahr 2009 voll auf die Liquiditätssituation der Unternehmen durchschlagen. Jetzt ist rechtzeitiges Reagieren angesagt, um mögliche Finanzlücken zu schließen. Deshalb erhalten Unternehmen, die von der Krise betroffen sind, maßgeschneiderte Unterstützungsangebote von der IHK Ulm in Kooperation mit dem RKW Baden-Württemberg.
In einem ersten, kostenfreien Vor-Ort-Gespräch bei den Unternehmen werden diese betriebsindividuellen Lösungen entwickelt und die Möglichkeiten und Maßnahmen aufgezeigt. Die weitere beratende Unterstützung umfasst kurzfristige Maßnahmen zur Sicherung der Unternehmensposition ebenso wie langfristig wirksame Maßnahmen zur Festigung.
Der Einstieg in die Beratung kann über das bestehende Kurzberatungsprogramm des Landes erfolgen. Für Mitgliedsunternehmen der IHKUlm mit einem Vorjahresumsatz unter 5MillionenEuro kosten zwei Beratungstage 590,00 Euro, weil hier noch zusätzlich Zuschüsse von der IHK Ulm einfließen. Für eine gegebenenfalls notwendige Weiterführung der Beratung hat das Wirtschaftsministerium Baden-Württemberg ein Sonderprogramm aufgelegt. Dieses Programm richtet sich an kleine und mittlere Unternehmen in Baden-Württemberg, die weniger als 250Beschäftigte und einen Jahresumsatz von höchstens 50MillionenEuro oder eine Jahresbilanzsumme von höchstens 43MillionenEuro haben. Dabei können bis zu vier Beratungstage mit 400,00Euro Zuschuss pro Tag gefördert werden. Die geförderten Beratungen können etwa bei Liquiditätsproblemen zur Vorbereitung und Begleitung von Bankgesprächen dienen oder bei Finanzierungskonzepten und Kreditanträgen schnelle Hilfe leisten.
Ein Unternehmen kommt für die geförderte Beratung in Frage, wenn es beispielsweise durch steigende Verluste, sinkende Umsätze, wachsende Lagerbestände, Überkapazitäten, einen verminderten Cash-flow oder eine zunehmende Verschuldung und Zinsbelastung in Schwierigkeiten geraten ist.
Weitere Informationen:
IHK Ulm, Karl Schick, Tel. 0731/173-122,
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