IHK Ulm

Ingenieurland spürt den Fachkräfte-Mangel

Ulm (Stadt) | 20.01.2012

Haupthaus der IHK Ulm, Bild: IHK
Haupthaus der IHK Ulm, Bild: IHK

Das Ingenieurland Baden-Württemberg spürt den Fachkräfte-Mangel vor allem in den Ingenieur-Berufen. Das Ministerium für Finanzen und Wirtschaft will daher den beruflichen Wiedereinstieg von Ingenieurinnen in Baden-Württemberg erleichtern.

Laut IHK-Fachkräfte-Monitor werden im Land in den kommenden drei bis vier Jahren bis zu 30.000 Ingenieure aller Fachrichtungen fehlen – Tendenz steigend. Gleichzeitig lässt sich beobachten, dass vor allem bei den weiblichen Ingenieuren das Potenzial bei Weitem noch nicht voll ausgeschöpft wird und eine hohe Ausstiegsquote zu verzeichnen ist. Eine Info-Veranstaltung zum Pilotprojekt „Wing“ findet am 23. Januar 2012,10-12 Uhr in Ulm im Haus der Wirtschaft der IHK Ulm statt.

Das Pilotprojekt „Wing“ - Wiedereinstieg in Ingenieurberufe

Im November 2011 startete das Pilotprojekt „Wing“, zur Verbesserung des Wiedereinstiegs von Frauen aus dem Ingenieur-Bereich. Dieses soll dem Drop-out von Frauen im Ingenieur-Bereich gezielt entgegenwirken. Ingenieurinnen in Baden-Württemberg soll damit die erfolgreiche Rückkehr ins Berufsleben erleichtert werden. Das Projekt „Wing“ wird von der German Aerospace Academy (ASA) im Auftrag des Ministeriums für Finanzen und Wirtschaft durchgeführt. Professor Monika Auweter-Kurtz, Leiterin der ASA in Böblingen, ist davon überzeugt: „Mit gezielten Angeboten zur technologie-basierten Weiter-Qualifizierung können die Wiedereinstiegs-Bedingungen für Frauen ganz entscheidend verbessert werden.“

Fachkräfte mit MINT-Qualifikationen sind ein zentraler Erfolgsfaktor

„Fachkräfte mit MINT-Qualifikationen sind für die Wirtschaft Baden-Württembergs ein zentraler Erfolgsfaktor“ erklärte Ingo Rust, Staatssekretär im Ministerium für Finanzen und Wirtschaft. Durch das Modellprojekt „Wing“ sollen zum einen Berufs-Rückkehrerinnen mit abgeschlossenem Studium im Ingenieurwesen angesprochen werden. Zum anderen richtet es sich an Wiedereinsteigerinnen mit MINT-Qualifikationen, die bereits über Erfahrungen in den Branchen Automotive, Luft- und Raumfahrt, Maschinenbau u. a. verfügen. Interessierte Unternehmen sind aufgefordert, sich als Praktikums-Partner direkt an der Umsetzung des Projektes zu beteiligen.

Kombination aus individueller Qualifizierung und einem Praktikum im Betrieb

Von Februar bis Juli 2012 sollen rund 25 bis 30 Wieder-Einsteigerinnen aus dem Ingenieurbereich fit für die Berufsrückkehr gemacht werden. Durch eine Kombination aus individueller Qualifizierung und einem mindestens sechsmonatigem Praktikum im Betrieb sollen die Frauen zwischenzeitlich entstandene Lücken bedarfsgerecht schließen. So sollen sie wieder einen Zugang zum Ingenieur-Arbeitsmarkt finden. Anmeldeschluss für die Teilnahme an der Qualifizierung ist der 10.02.2011. Im Rahmen von weiteren regionalen Informations-Veranstaltungen wird über das Modellprojekt und die Bewerbungs-Modalitäten informiert. Die Veranstaltungen finden in Heilbronn, Ravensburg und Karlsruhe statt. Landesweit interessierte Frauen und Entscheidungs-Träger aus Unternehmen können sich auf den Veranstaltungen informieren.

www.ulm.ihk24.de

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