Handwerkskammer Ulm

Handwerkskammer begrüßt Bildungscard

Ulm (Stadt) | 02.09.2010

Handwerkskammer Ulm
Handwerkskammer Ulm, Foto: HK Ulm

Das Konzept der Bildungscard von Arbeitsministerin von der Leyen ist in aller Munde. Aus Sicht der Handwerkskammer Ulm ist diese voll zu begrüßen.

„In unserer Gesellschaft sollte es darum gehen, insbesondere Kinder aus bildungsfernen Schichten verstärkt zu fördern, und zwar mit Angeboten, die der frühzeitigen Förderung dieser Kinder dienen“, betont Dr. Tobias Mehlich, Hauptgeschäftsführer der Handwerkskammer Ulm.

Chance oder Entmündigung?

Die »Bildungscard für Kinder« sei hervorragend, um Kindern das zukommen zu lassen, was ihnen auch zustehe. Von Entmündigung der Eltern oder unzulässiger Einmischung des Staates in die Erziehung könne keine Rede sein.

Bei der Umsetzung des Auftrags des Bundesverfassungsgerichts dürfe es aus der Sicht des Handwerks nicht eine bloße Erhöhung der Regelsätze geben. Zielgenaue Sach- und Bildungsleistungen müssten im Vordergrund stehen. Das eröffne nicht nur Teilhabechancen, sondern leiste mittel- und langfristig auch einen Beitrag zur Nachwuchsförderung für die Wirtschaft. „Mit einer Sachleistung, die Kindergartenbeiträge, Kita- oder Schulessen, Lehrmittel und Lernförderung in der Schule sowie Sportangebote, Musikschule und andere Kulturangebote ermöglicht, kann die seit PISA bekannte Risikogruppe eines Altersjahrganges reduziert werden. Es hilft Kindern aus eher bildungsfernen Schichten in ihrer individuellen Entwicklung mehr, wenn ihnen ein Platz in der Kita ermöglicht wird, als wenn Eltern Betreuungsgeld erhalten und ihre Kinder von den Bildungseinrichtungen fernhalten“, so Mehlich.

Die Einführung der Bildungscard wird sowohl in den Medien, als auch innerhalb der Parteien kontrovers diskutiert. Es bleibt abzuwarten, ob die Einführung die angestrebten, positiven Entwicklungen mit sich bringen.
zurück drucken versenden verlinken

Mehr zum Thema

Handwerk kritisiert Förderstopp für Öko-Energien Handwerkskammer Ulm