Daimler

Daimler bringt Mobilitätskonzepte nach Ulm

Ulm (Stadt) | 08.09.2010


Autohersteller Mercedes-Benz

Nach dem Mobilitätskonzept "Car2go" ruft Daimler in Ulm ein weiteres Projekt ins Leben: "Car2gether", eine online organisierte Mitfahrzentrale.

Am Montag wurde in Ulm das Pilotprojekt zu "Car2gether" gestartet. Es soll zeigen, ob und wie man ohne ein eigenes Auto mobil sein kann. Projektleiter Michael Kuhn nennt das webbasierte System "Mitfahrzentrale 2.0".

Was es mit "Car2gether" auf sich hat

Das Projekt funktioniert eigentlich nach dem gleichen Prinzip wie diverse bereits existierende Angebote im Internet: Möchte jemand eine Fahrt anbieten oder das Angebot einer Mitfahrgelegenheit in Anspruch nehmen, so muss er sich als erstes auf der "Car2gether"-Webseite registrieren. Dann muss ein Profil angelegt werden: Dieses soll die Handynummer und Informationen zur eigenen Person inklusive einem Foto enthalten. Nach abgeschlossener Registrierung können Mitfahrgelegenheiten gesucht oder angeboten werden. Die Benutzung der Webseite erfolgt per Computer oder Smartphone.

"Car2gether" gibt Kostenempfehlung für Mitfahrer

Am 18. September startet die öffentliche Testphase von "Car2gether". Diese soll bis Juli 2011 laufen. "Car2gether" gibt eine Kostenempfehlung für die Mitfahrer. Dabei orientiert man sich an dem Konzept von "Car2go": Nicht nach Fahrtstrecke, sondern nach kalkulierter Fahrtzeit wird der Fahrkostenanteil erreichnet. Der hier empfohlene Preis beträgt 9,5 Cent pro Minute.

"Car2gether": stellt sich Erfolg ein, wird das Projekt kostenpflichtig

Die Intention von Daimler und dem Projekt "Car2gether" ist es, Mitfahrwünsche- und Angebote vermitteln. Für die Registrierung und die erforderliche Smartphone-Software fallen zunächst keine Gebühren an. Falls der Pilotversuch erfolgreich verläuft und Daimler mit "Car2gether" auf den Markt geht, wird sich das ändern. Das sagte Projektleiter Michael Kuhn laut AZ.

Daimler bereitet sich mit dem Projekt auf die Zukunft vor

Desweiteren möchte Daimler mit dem Projekt auf die Veränderungen in der Mobilität reagieren. Denn Zukunftsforscher gehen davon aus, dass gerade in Ballungsräumen immer weniger Menschen ein eigenes Fahrzeug besitzen werden.

"Car2go" ist bereits etabliert

"Car2gether" steht in der Anfangaphase. Dagegen "Car2go" ist ausgereift. Das präsentiert Daimler in Bälde auf dem Pariser Automobilsalon: Nach Ulm und Austin (USA) soll in einer Millionenstadt in "Europa oder Nordamerika" das Auto zum Mitnehmen künftig zum Stadtbild gehören.
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