Lehrstellen bleiben unbesetzt

Ausbildungsbereitschaft der Unternehmen hoch

Ulm (Stadt) | 09.08.2010

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Auch in der Region bleiben immer mehr Ausbildungsplätze unbesetzt: Mindestens 88 Lehrstellen sind bei Unternehmen aus Dienstleistung, Handel und Industrie in der IHK-Region Ulm noch frei. Die Firmen haben bis Ende Juli 1.837 Ausbildungsverträge abgeschlossen. Das sind im Vergleich zum Vorjahr 90 Verträge oder 4,7Prozent weniger. In der IHK-Region Ulm ist die Zahl der Ausbildungsverträge damit stärker zurückgegangen als im Landesdurchschnitt (3,0 Prozent).

Zahlen bestätigen: Es gibt deutlich mehr Ausbildungsplätze als Bewerber

Dabei ist die Bereitschaft der Unternehmen ungebrochen hoch, sich in der Berufsausbildung junger Menschen zu engagieren. Für 88 Ausbildungsplätze suchen die Unternehmen momentan immer noch geeignete Bewerber zum Ausbildungsbeginn 2010. Auch die Agentur für Arbeit Ulm meldet steigende Zahlen bei den freien Ausbildungsplätzen. Gemeldete Ausbildungsplätze sind gegenüber dem Vorjahr um 3,7 Prozent auf jetzt 1.855 angestiegen. Während die Zahl der gemeldeten Bewerber um 5,3 Prozent auf jetzt 1.604 zurückgegangen ist.

Gründe für den Rückgang der Bewerber:

Dieser ist vor allem auf die demografische Entwicklung zurückzuführen. Nach Berechnungen des Statistischen Landesamts Baden-Württemberg ist die Zahl der Schulabgänger mit einem Hauptschul- oder einem mittleren Abschluss in seit 2007 um über zehn Prozent zurückgegangen. Das ist aber gerade die Zielgruppe für Ausbildung. Deshalb können die Unternehmen ihre Ausbildungsplätze zunehmend schwerer besetzen.

Die Ausbildungszahlen im Einzelnen:

Im Vergleich zum Jahr 2009 weist der Landkreis Biberach mit -8,0 Prozent den höchsten Rückgang auf. Im Alb-Donau-Kreis sind 4,7 Prozent weniger Ausbildungsverträge abgeschlossen worden. In der Stadt Ulm beträgt der Rückgang nur 1,1 Prozent. Der Rückgang bei gewerblich-technischen Berufen von 8,5Prozent betrifft vor allem die industriellen Metallberufe. Diese sind knapp um 12Prozent zurückgegangen. Bei den kaufmännischen Berufen zeigt sich ein deutliche Rückgang von beinahe 17 Prozent beim Industriekaufmann. Doch durch Zuwächse bei Berufen anderer Branchen, vor allem bei Banken sowie bei Verkehr und Logistik, werden die Rückgänge teilweise wieder ausgeglichen. Somit beläuft sich der Rückgang auf insgesamt nur 1, 5Prozent.
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