Sigmaringen | 24.11.2011

Symbolbild Bundeswehr, Foto: © Bilderjet - Fotolia.com
Die Industrie- und Handelskammer Bodensee-Oberschwaben reagiert auf das Stationierungs-Konzept der Bundeswehr im Landkreis Sigmaringen. Nach Auffassung der IHK führe dies in Folge des damit verbundenen Bevölkerungs-Rückgangs zu demografischen Veränderungen.
Mit Sorge reagiert die Industrie- und Handelskammer Bodensee-Oberschwaben (IHK) auf das Stationierungs-Konzept der Bundeswehr im Landkreis Sigmaringen, Die Kasernen in Sigmaringen und Mengen sollen bis 2017 komplett geschlossen werden. „Wir befürchten negative Auswirkungen für die Region“, so IHK-Hauptgeschäftsführer Professor Dr. Peter Jany.
Bundeswehr-Standorte haben große Bedeutung für die Wirtschaftskraft
Nach Auffassung der IHK Bodensee-Oberschwaben haben Bundeswehr-Standorte eine erhebliche Bedeutung für die Wirtschaftskraft der jeweiligen Region. An den Standorten Sigmaringen und Mengen sei dies in besonderem Maße der Fall. Im Zivilbereich sei die Bundeswehr als Arbeitgeber attraktiv, so die IHK Bodensee-Oberschwaben. Darüber hinaus sei sie für den regionalen Handel und den Dienstleistungs-Sektor wichtiger Auftraggeber und Kunde.
Standortschließung führt zu demografischen Veränderungen
Die Standortschließung oder die Reduzierung der Truppenstärke, so die IHK weiter, führe in Folge des damit verbundenen Bevölkerungs-Rückgangs zu demografischen Veränderungen. Auch wirke sie sich auf die gesamte Versorgungs-Infrastruktur in Sigmaringen, Mengen und Umgebung aus. So beispielsweise auf Kindergärten, Schulen, den Öffentlichen Personen-Nahverkehr, die medizinische Versorgung und die Energie-Versorgung. Mittelfristig seien nach Auffassung der IHK Bodensee-Oberschwaben darüber hinaus mit der Bevölkerungs-Entwicklung zusammenhängende Bereiche wie städtebauliche Maßnahmen, Wohnungsmarkt und regionale Kaufkraft betroffen.
Zusammenarbeit zwischen Bundeswehr und Wirtschaft wichtig
Für den von der Bevölkerungs-Entwicklung in Teilbereichen massiv betroffenen Kreis Sigmaringen sei auch ein anderer Aspekt wichtig: Die Zusammenarbeit zwischen Bundeswehr und Wirtschaft in Bereichen der beruflichen Qualifizierung und der zivilberuflichen Eingliederung von Zeitsoldaten und Zeitsoldatinnen. Diese habe sich habe sich mit Blick auf den Regional-Arbeitsmarkt bisher als Stärke erwiesen. Hierauf wolle und könne die heimische Wirtschaft weniger denn je verzichten, so die IHK Bodensee-Oberschwaben.
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