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Jetzt also doch: Kurzarbeit bei ALNO

Sigmaringen | 04.03.2010

ALNO Küchen
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Rund 500 Mitarbeiter sind von der Maßnahme betroffen. Die Entscheidung überrascht, lehnte Alno-Chef Deisel diese Option doch lange ab. Als Grund wird eine schlechte Auftragslage angegeben.

Am Standort Pfullendorf werden rund 500 Mitarbeiter in Kurzarbeit gehen müssen. Die Maßnahme, die bis Jahresende befristet ist, wurde gestern bekanntgegeben. Grund dafür, seien ausbleibende Aufträge von Großkunden für sogenannte „Massensegmente“. Alno hatte erst vor kurzem die Preise für dieses wenig lukrative Segment erhöht. Dies hatte man beschlossen, um die eigene Marke als „Premiummarke“ positionieren zu können.

Schließung Ende 2013

Zunächst wird es für den Monat März drei Kurzarbeit-Tage geben, wobei man von Woche zu Woche auf die Auftragseingänge und damit auf die Abteilungsauslastungen schauen müsse. Besonders die Mitarbeiter der Montage sind betroffen. Die Firmenleitung hält aber weiterhin daran fest, die Serienproduktion im Stammwerk bis Ende 2013 zu schließen.

Betriebsrat kritisiert Deisel

Die Einführung der Kurzarbeit hatte der Betriebsrat bereits Ende letzten Jahres angeboten. Jörg Deisel, Unternehmenschef von Alno zog aber dies nicht in Betracht und kündigte im Januar wieder ohne Vorwarnung eine Streichung von 450 Stellen an. Wer nun letztendlich den Antrag gestellt hat ist unklar. Die IG Metall hat die Gewerkschaftsmitglieder am kommenden Samstag zu einer Versammlung in die Stadthalle Pfullendorf eingeladen.
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