Sigmaringen | 06.12.2011

Die elf Stipendiaten freuen sich über die finanzielle Unterstützung, Foto: Hochschule Albstadt-Sigmaringen
Seit diesem Semester gibt es auch an der Hochschule Albstadt-Sigmaringen Deutschland-Stipendien. Elf besonders leistungsstarke Studenten bekommen ein Jahr lang 300 Euro pro Monat als Förderung.
Das Anfang 2011 von der Bundes-Regierung eingeführte Deutschland-Stipendium soll dazu beitragen, dass der begabte akademische Nachwuchs sein Potenzial voll ausschöpfen kann. Eine Besonderheit daran ist, dass die Fördersumme zur Hälfte vom Bund aufgebracht wird. Die andere Hälfte übernehmen private Förderer. Im Fall der Hochschule Albstadt-Sigmaringen sind das die Firmen Aesculap (zwei Stipendien), Deutscher Sparkassen Verlag, Dr. Sasse, Holopack Verpackungstechnik, Kern & Sohn, Schwörer Haus und Wisag sowie die Philipp-Matthäus-Hahn-Stiftung, der Rotary Club Sigmaringen und der Verein der Freunde und Förderer der Hochschule.
Elf herausragende Studierende wurden ausgewählt
Ein Auswahlausschuss der Hochschule Albstadt-Sigmaringen wählte elf herausragende Studierende aus rund 110 Bewerbern aus. Darunter acht Bachelor und drei Master. Matthias Heinemann, Jonas Nolle, Nikolas Rauch, Andy Sauter, Lisa Scherer, Jan Schlechter, Kai Schulz, Sebastian Single, Peter Strobel, Nikolai Ströbele und Stefanie Vollmer heißen die glücklichen Stipendiaten aus unterschiedlichen Studiengängen. Sie können frei über die Fördermittel verfügen und sich dadurch besser auf ihr Studium konzentrieren.
Nicht nur sehr gute Studien- oder Schulleistungen sind entscheidend
Bei der Vergabe spielen nicht nur sehr gute Studien- oder Schulleistungen eine Rolle. Weitere Aspekte wie gesellschaftliches Engagement, besondere familiäre Herausforderungen oder Auszeichnungen fließen in die Bewertung ein. Unter den aktuellen Stipendiaten der Hochschule Albstadt-Sigmaringen sind beispielsweise zwei Väter. Das Einkommen der Studenten oder der Eltern ist nicht relevant. Lediglich eine Doppel-Förderung durch zwei Stipendien gleichzeitig ist ausgeschlossen. Mit elf Deutschland-Stipendien ist die Höchstgrenze der vom Bund bewilligten Mittel für das erste Förderjahr von September 2011 bis August 2012 erreicht (0,45 Prozent der Studenten).
Die offizielle Stipendien-Feier an der Hochschule Albstadt-Sigmaringen
„Dies ist ein besonderer Tag für die Hochschule Albstadt-Sigmaringen“, sagte Rektor Professor Dr. Günter Rexer bei der Stipendien-Feier, an der die Stipendiaten, Vertreter der Förderer und Hochschul-Mitglieder teilnahmen. „Wir freuen uns sehr darüber, dass wir im ersten Jahr die Höchstzahl von elf Stipendien vergeben können. Wir bedanken uns herzlich bei den Förderern, die damit in besonderer Weise ihre Verbundenheit zur Hochschule Albstadt-Sigmaringen zeigen“.
Grundstein für eine neue Stipendien-Kultur in Deutschland
Mit dem Deutschland-Stipendium will der Bund den Grundstein für eine neue Stipendien-Kultur in Deutschland legen. Es soll Wirtschaft und Wissenschaft stärker vernetzen. Außerdem soll es ein Anreiz für Institutionen sein, in die Ausbildung junger Menschen zu investieren. Aufgabe der Hochschule ist es, Förderer zu gewinnen, geeignete Studenten auszuwählen und die Förderung zu organisieren.
Im September 2012 beginnt der zweite Förderzeitraum
Im September 2012 beginnt der zweite Förderzeitraum mit deutlich mehr Deutschland-Stipendien. Es gibt bereits Zusagen von Unternehmen. Die Hochschule Albstadt-Sigmaringen hofft aber auf weitere Interessenten. Die Förderer können einzelne Studien-Bereiche oder Studiengänge für ihre Zuwendung auswählen. Für Prorektor Professor Dr. Markus Lehmann, der sich federführend um die Einführung des Deutschland-Stipendiums gekümmert hat, liegt der Vorteil auf der Hand: „Die Förderer lernen frühzeitig qualifizierte Fachkräfte von morgen kennen und können sie für ihr Unternehmen begeistern.“
Infos unter www.hs-albsig.de/deutschlandstipendium
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