Pädagogische Hochschule Weingarten

Regionalpreis für Ursula Dieckmann

Ravensburg | 16.12.2011

Die Biologie-Dozentin Dr. Ursula Dieckmann wurde mit dem Regionalpreis Oberschwaben ausgezeichnet, Foto: Pädagogische Hochschule
Die Biologie-Dozentin Dr. Ursula Dieckmann wurde mit dem Regionalpreis Oberschwaben ausgezeichnet, Foto: Pädagogische Hochschule

Im Steinzeit-Projekt von Dr. Ursula Maria Dieckmann "Der Steinzeit auf der Spur" werden Schüler zu Forschern und Entdeckern. Als Junior-Archäologen entdecken sie durch eigene Ausgrabungen die Lebenswelt der Steinzeit.

Dr. Ursula Maria Dieckmann ist Biologie-Dozentin der Pädagogischen Hochschule Weingarten. Gemeinsam mit dem Federsee-Museum Bad Buchau und der PH Thurgau entwickelte sie das Grabungsprojekt „der Steinzeit auf der Spur“. Durch dieses Projekt bekommen Kinder einen ganz neuen Zugang zu Archäologie und Biologie.

Zukunftsweisende Wege für Pädagogik und Didaktik

„Mit dem Projekt "Der Steinzeit auf der Spur" hat Ursula Dieckmann zukunftsweisende Wege für Pädagogik und Didaktik beschritten. Sie hat auf eindrucksvolle Weise gezeigt, wie Oberschwaben aus der Steinzeit lernen kann“, so Weingartens Oberbürgermeister Markus Ewald. Er würdigte die Verdienste der Wissenschaftlerin und verlieh ihr im Rahmen einer Feier den Regionalpreis Oberschwaben. Diese Auszeichnung für besondere wissenschaftliche Leistungen wurde 2008 vom Kreis Ravensburg und den Städten Ravensburg und Weingarten gemeinsam gestiftet.

Pädagogische Hochschule Weingarten ist auf die Region hin ausgerichtet

Prorektor Professor Dr. Werner Knapp, der die Feier im Festsaal eröffnete, freute sich über die Preisverleihung. Mit dem Regionalpreis würden die Bemühungen der Pädagogischen Hochschule Weingarten um Regionalität unterstützt. Die Pädagogische Hochschule Weingarten sei wie wenige andere Hochschulen auf die Region hin ausgerichtet. Im Gegenzug profitiere sie von der Region. Als Beispiel nannte Knapp das Forum Regionalität. Dieses befasse sich mit der Natur- und Kulturlandschaft Oberschwaben. Das Forum wird im Übrigen seit mehreren Jahren von Ursula Dieckmann organisiert.

Schüler werden zu Jungforschern ausgebildet

„Das Projekt „Der Steinzeit auf der Spur“ nimmt Kinder mit auf eine Zeitreise und Spurensuche in die Vergangenheit“, sagte Ursula Dieckmann. In einer kurzen Präsentation erläuterte und zeigte sie, worum es geht. An einem außerschulischen Lernort, genauer gesagt im Federsee-Museum, werden Schüler zu Jungforschern ausgebildet. Die Schüler machen sich dann in kleinen Teams auf einer speziell präparierten Ausgrabungs-Fläche mit archäologischem Gerät auf die Suche nach Knochen, Scherben, Hölzern und Pflanzen aus der Jungsteinzeit. Sie lernen, diese fachmännisch freizulegen, zu vermessen, zu dokumentieren. Außerdem bestimmen sie zum Beispiel das Alter von Hölzern oder analysieren gefundene Pflanzenreste mit dem Binokular.

Neben dem Fachwissen werden Kompetenzen gefördert

Auf diese Weise würden neben dem Fachwissen bestimmte Kompetenzen der Schüler gefördert. Die Schüler lernen so forschend-entdeckendes Lernen, kooperatives Lernen und fächer-übergreifendes Lernen. „Die Schüler haben sich mit wissenschaftlichen Methoden der Lebensweise der Steinzeit genähert. Dabei haben sie etwas über ihre Vorfahren herausgefunden. So sind sie selbst zu Experten geworden“, würdigte Biologie-Professor Dr. Michael Ewig in seiner Laudatio das pädagogische Konzept. Mittlerweile hätten einige Hundert Schüler an den Ausgrabungen teilgenommen.

Über Dr. Ursula Maria Dieckmann

Die Akademische Oberrätin Dr. Ursula Maria Dieckmann wurde 1960 im nordrhein-westfälischen Dinslaken geboren. Nach dem Abitur studierte sie an der Universität Hannover Geographie und Biologie. In beiden Fächern absolvierte sie das Diplom. Danach arbeitete sie als Naturschutz-Beauftragte im Landkreis Soltau-Fallingbostel. 1998 schloss sie ihre Promotion im Fachgebiet Geobotanik ab. Bevor sie im Jahr 2004 an die Pädagogische Hochschule nach Weingarten kam, sammelte sie Forschungs- und Lehrerfahrung als wissenschaftliche Assistentin an der Universität Hannover. Im Jahr 2007 wurde sie Geschäftsführerin im Zentrum für Regionalität und Schulgeschichte. Ursula Dieckmann ist verheiratet, hat vier Kinder und lebt in Ravensburg.

www.ph-weingarten.de

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