Ravensburg | 17.02.2012

Rektoratsübergabe an Prof. Dr. Werner Knapp, Foto: PH Weingarten
„Ich hab geträumt, ich wär ein Rektor, der träumt.“ Mit diesen Worten in Anlehnung an die Geschichte vom Hund, der träumt, des Grafikdesigners und Illustrators Hans Hillmann leitete der neue Rektor der Pädagogischen Hochschule Weingarten Professor Dr. Werner Knapp seine visionäre Antrittsrede ein.
Die feierliche Rektorats-Übergabe fand am 14. Februar 2012 statt. Anwesend waren die Landes-Ministerin für Wissenschaft, Forschung und Kunst Theresia Bauer MdL, die ehemalige Rektorin der PH und jetzt Ministerialdirektorin im Kultusministerium Dr. Margret Ruep und Landrat Kurt Widmaier. Auch zahlreiche weitere prominente Vertreter aus Politik, Verwaltung, Wirtschaft, Hochschule, Wissenschaft und Schulbehörden waren erschienen.
Traum von einer gloriosen Zukunft der PH
Knapp nahm die Gäste in der voll besetzten Aula mit auf seine Traumreise zu einer „gloriosen Zukunft der PH“. Er träumte von einem Studium, das den Studierenden genügend Freiräume lässt und einer ausgeprägten Bildungsforschung mit weiter steigenden Drittmittel-Einnahmen und Promotionen. Außerdem sprach er von einer unbürokratischeren und besseren Hochschul-Finanzierung, regen Kooperationen sowohl international als auch regional. Darüber hinaus ging er auf seine Vision von einem guten und respektvollen Miteinander der Hochschul-Angehörigen ein. Auch eine wachsende PH mit neuen Studiengängen zu Bildungsthemen ist ihm ein wichtiges Anliegen.
Knapp: „Bildung wird immer wichtiger in einem Land ohne Rohstoffe“
Der Traum von Professor Dr. Werner Knapp mündete schließlich in der Vorstellung einer bildungs-wissenschaftlichen Universität: „Dass wir eine Universität brauchen, ist offensichtlich“, betonte Knapp. Er begründete dies nicht nur mit dem Blick auf die Landkarte, auf der er zwischen den Universitäten Ulm, Konstanz und Tübingen eine große Lücke ausmachte. Er verwies auch auf den Trend zur zunehmenden Akademisierung und den Bedarf an immer besser qualifizierten jungen Leuten.
Kompetenzen der Pädagogischen Hochschulen für das gymnasiale Lehramt nutzen
Wissenschaftsministerin Theresia Bauer bescheinigte den Pädagogischen Hochschulen eine besondere Rolle. Sowohl bei der Weiterentwicklung der Lehrerausbildung als auch bei der Veränderung und Weiterentwicklung der Schulen. Die Kompetenzen der Pädagogischen Hochschulen sollen auch für das gymnasiale Lehramt stärker genutzt werden, sagte Bauer weiter. Sie kündigte an, dazu demnächst eine Experten-Kommission zu gründen. Dem neuen Rektor Werner Knapp, der schon alle Stationen der akademischen Selbstverwaltung vom Dekan bis zum Prorektor durchlaufen habe und seit Mai 2011 als geschäftsführender Rektor die PH geleitet habe, wünschte sie viel Erfolg und lobte sein „außergewöhnliches Engagement“.
Margret Ruep hielt einen Rückblick auf ihre Zeit als Rektorin
Einen Rückblick auf ihre Zeit als Rektorin und Hochschulrätin der PH hielt Ministerialdirektorin Margret Ruep. Sie betonte, dass ihr „die Arbeit an dieser Hochschule außerordentlich viel Freude gemacht hat“. Insbesondere zählte sie dazu die Zusammenarbeit mit den Hochschul-Angehörigen, den Studierenden, den Partnern in der Region und ihrem Nachfolger Werner Knapp.
Es gab viele Grußworte und Glückwünsche
Weitere Grußworte und Glückwünsche überbrachte der Hochschulrats-Vorsitzende Professor Dr. Hermann Reichold, Landrat Kurt Widmaier, der ebenfalls in seiner Funktion als Vorsitzender der Vereinigung der Freunde der PH (VDF) sprach, Oberbürgermeister Markus Ewald, der Vorsitzende der Landesrektoren-Konferenz und Rektor der PH Ludwigsburg Professor Dr. Martin Fix sowie Bernd Burger, Mitglied des Allgemeinen Studierenden-Ausschusses (AStA). Das bunte Festprogramm wurde musikalisch umrahmt vom Pianisten Jörg Turowsky. Literarisch umrahmt wurde es durch eine Rezitation des Gedichtes „Stufen“ von Hermann Hesse durch Professor Dr. Jürgen Belgrad bereichert. Im Anschluss lud Knapp zu einem Empfang im Audienzsaal.
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