Ravensburg | 07.07.2009
Der Rückblick auf die vergangenen Aktivitäten und die Vorschau auf die kommenden Vorhaben standen im Mittelpunkt der Jahrestagung der Grenzpartnerschaft EURES BODENSEE, die in diesem Jahr in Singen abgehalten wurde.
Das grenzüberschreitende Netzwerk aus Arbeitsmarktverwaltungen und Sozialpartnern in den Ländern Deutschland, Schweiz, Österreich und Liechtenstein hat sich in der Bodenseeregion mit vielfältigen Initiativen und Projekten bereits einen guten Namen gemacht. Arbeitsmarktschiff, Info-Tage für Grenzgängerinnen und Grenzgänger, Fachtagungen, internationale Arbeitsmarktgespräche, Job-Börsen sowie spezielle Grenzgänger- und Unternehmensbroschüren sind nach Auffassung der Organisation inzwischen zu Markenzeichen geworden.
Wie EURES-Präsident und Leiter des Amts für Arbeit des Kantons St.Gallen, Johannes Rutz in seinem Bericht näher ausführte, sei in wirtschaftlichen Abschwungphasen die Versuchung der Nationen groß, sich protektionistischer Massnahmen zu bedienen. Das ist nach seiner Meinung jedoch ein gefährlicher Weg. Wachstum und Beschäftigung, das habe Europa bewiesen, werden durch einen freien Güter-, Dienstleistungs- und Warenverkehr sowie durch die Freizügigkeit von Personen und Unternehmen gefördert. Es sei von zentraler Bedeutung, dass gerade jetzt die Märkte offen bleiben. Wie er weiter ausführte muss dem entsprechend die Mobilität auch in der Bodensee-Region erhalten bleiben: In Liechtenstein beispielsweise ist mehr als jeder zweite Beschäftigte ein Grenzgänger, im Kanton Schaffhausen jeder zehnte. In der Ostschweiz und in Vorarlberg wächst der Anteil der Deutschen. Die Schweiz hat unlängst darauf verzichtet, eine Kontingentierung der Arbeitskräfte einzuführen, obwohl sie dazu auf Grund der Bilateralen Verträge die Möglichkeit gehabt hätte. Der Einsatz von EURES BODENSEE für "Jobs ohne Grenzen" ist gerade in der heutigen
Zeit wichtig und nötig. „Unsere Arbeit ist ein kleines Mosaiksteinchen für offene
Grenzen“, meint Johannes Rutz.
Alles in allem zeichnet das grenzüberschreitende Netzwerk für 35 Aktivitäten verantwortlich. Rutz erinnerte in dem Zusammenhang an das erstmals im Rahmen der European Job Days durchgeführte Arbeitsmarktschiff auf der Fähre Friedrichshafen – Romanshorn. „Das war ein Großerfolg, eine zweite Auflage wird es am 17. September 2009 geben“ kündigte er an. Des Weiteren verwies er auf die Grenzgänger-Infotage in Konstanz und Vaduz, die ebenfalls viel Publikum
verzeichneten sowie auf die neu aufgelegte Grenzgängerbroschüre und Unternehmerbroschüre. Die Nachfrage nach diesen handlichen Broschüren sei anhaltend groß. Auch das Info-Center EURES Bodensee erfreue sich einer zunehmenden
Nachfrage und die EURES Homepage weise steigende Zugriffszahlen auf. Wie Rutz abschließend erklärte, arbeiten die Eures-Beraterinnen und Eures-Berater rund um den See eng zusammen. Immer enger werde auch das Kontaktnetz unter den Personalberaterinnen und Personalberatern, die sich auf Arbeitgeberkontakte spezialisiert haben. Konkrete Vermittlungsarbeit leiste das Projekt "Sommer am See, Winter im Schnee". Nach der Sommersaison am Bodensee finden sechs Jobbörsen für Hotel- und Gaststättenberufe auf der deutschen Seeseite statt. Über 50 Arbeitnehmer werden jedes Jahr für die Wintersaison an Vorarlberger Betriebe vermittelt.
Aktuelle Themen und interessante Angebote rund um die SWU Stadtwerke Ulm/Neu-Ulm.
Ob mittelständisches Unternehmen, Familien- oder Ein-Mann-Betrieb - wir bieten Ihnen eine vielfältige Auswahl an Produkten und Dienstleistungen, die auf Ihre Bedürfnisse zugeschnitten sind.

B4B MITTELSTAND bedient den aktuellen Informationsbedarf des Mittelstands. Die Beiträge vermitteln einen Überblick über das jeweilige Thema und zeigen dessen praktischen Nutzen auf.
Klicken Sie auf die Wirtschaftsnachrichten Ihrer Region:


















