
Die IHK Bodensee-Oberschwaben informiert in Weingarten über Chancen, Herausforderungen und Risiken der Elektromobilität für Unternehmen.
Energie und Mobilität sind eng miteinander verknüpft und beide basieren derzeit noch hauptsächlich auf fossilen Energieträgern. Anstrengungen zum Klimaschutz und begrenzte fossile Ressourcen beschränken diese Art der Energienutzung. Mobilität durch Elektrizität aus erneuerbaren Energien wird als Zukunftslösung angestrebt. Für Unternehmen bietet der erforderliche Systemwandel vielfältige Entwicklungsmöglichkeiten. Bei der Veranstaltung „ Elektromobilität: neue Märkte und neue Chancen“ der Industrie- und Handelskammer (IHK) Bodensee-Oberschwaben in Weingarten am Donnerstag, 8. Juli, von 16.30 bis 19:30 Uhr berichtet Professor Dr. Martin Wietschel vom Fraunhofer Institut für System- und Innovationsforschung ISI über Chancen und Herausforderungen der Elektromobilität. Der Geschäftsführer der Landesagentur e-mobil Baden-Württemberg, Franz Loogen, erläutert, wie die Landesregierung die Unternehmen auf dem Weg in die Elektromobilität unterstützt.
Das Auto neu entwickeln
Im politischen Wunschdenken soll die Zukunft schon im Jahr 2020 beginnen. Dann sollen in Deutschland eine Million elektrisch angetriebene Kraftfahrzeuge auf deutschen Strassen rollen. Der Systemwandel stellt die Automobilindustrie vor gewaltige Herausforderungen. Fachleute sprechen davon, dass das Auto völlig neu entwickelt werden muss. Lediglich der Austausch eines Verbrennungsmotors durch einen Elektromotor reicht nicht. Der Wandel wird sich nicht nur auf das Produkt Fahrzeug beschränken, sondern auch zu Veränderungen in der Wirtschaft und in der Gesellschaft führen. Das Fraunhofer Institut für System- und Innovationsforschung ISI in Karlsruhe erforscht die Zusammenhänge und Auswirkungen der wirtschaftlichen, technischen und gesellschaftspolitischen Randbedingungen der Elektromobilität. Ein Schwerpunkt dabei ist die Systemintegration von Elektrofahrzeugen in heutige Verkehrs- und Produktionssysteme und die Auswirkungen von technischen Entwicklungen auf Marktchancen und Hemmnisse der Elektromobilität. Auch die Landesregierung stellt sich diesem Wandel und hat die Landesagentur für Elektromobilität und Brennstoffzellentechnologie e-mobil BW gegründet, um landesweit Aktivitäten zur Elektromobilität zu bündeln und die Unternehmen im Automobilland Baden-Württemberg bei der Gestaltung des Wandels zu unterstützen.
Kompetenzen früh erkennen
Der Systemwandel der Mobilität bietet für unternehmerisches Handeln Chancen und Risiken. Es gilt daher, sehr früh zu erkennen, wann welche Kompetenzen in den zukünftigen Wertschöpfungsketten der Elektromobilität – von der regenerativen Energieerzeugung über die Energieverteilung und Energiespeicherung über die technischen Entwicklungen bis zur Integration in heutige Mobilitätssysteme – nicht mehr benötigt werden und welche Kompetenzen aufgebaut werden müssen, um als Unternehmen an diesem Wandel zu partizipieren.
Weitere Informationen unter Telefon 0751/40 91 39, Heike Dittrich, und im Einladungsflyer Dokument Nr 75297 auf der
IHK Website.
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