Ravensburg | 02.11.2010

Dethleffs unterstützte Schülerprojekt
Das Schülerprojekt „Camping 360 Grad“ wurde von Dethleffs unterstützt. Beim österreichischen Bundeswettbewerb „Jugend Innovativ“ gewinnt das junge Team der „Höheren technischen Bundeslehr- und Versuchsanstalt“ (HTL) Ferlach den Designpreis.
Menschen mit innovativen Ideen finden bei Dethleffs immer offene Türen. So auch vier Schüler der HTL aus dem österreichischen Ferlach. „Warum muss man immer zwischen Wohnwagen und Wohnmobil entscheiden?“ Mit dieser Frage traten die Schüler an das Unternehmen heran. Deshalb entwickelten sie in Zusammenarbeit mit Dethleffs eine Symbiose aus Reisemobil und Caravan.
Ziel des Projektes
Technische als auch ästhetisch ansprechende und praktische Ideen sollten entwickelt werden. Das Ergebnis setzt neue Akzente im Bereich des mobilen Wohnens. Es wurde beim österreichischen Bundeswettbewerb „Jugend Innovativ“ mit dem ersten Platz in der Kategorie Design belohnt. Nun heißt es, sich bei internationalen Wettbewerben vorzustellen. Dabei dürfen sich die Vier gute Chancen ausrechnen.
Von der Vorgabe zum fertigen Objekt
Diese Vorgaben wurden den Schülern Bianca Busetti, Daniel Bergmann, Jürgen Kompek, Philip Waldhuber und Dethleffs bestimmt: Das Gefährt darf die Gesamtlänge von 5999 mm nicht überschreiten. Dabei soll das Ergebnis trotzdem für vier Personen geeignet sein.
Das neu entwickelte Konzept ist ein Kleinwagen mit Anhänger. Es weist durch eine starre elektromagnetische Kupplung die Fahreigenschaften eines Wohnmobils auf.
Das Gefährt wird durch einen Flach-Dieselmotor, der sich im Doppelboden des Anhängers befindet „angeschoben“. Bei abgekoppeltem Zustand kann das Auto mit seinem Elektromotor die nahegelegenen Ausflugziele erreichen. Somit entsteht eine umweltfreundliche Lösung.
Das Vorzeltdach wurde in einer Dachbox mit Drehpunkt untergebracht. Es lässt sich kreisförmig entweder zu einem Viertel-, Halb- oder Dreiviertelkreis aufdrehen. Die passende Seitenwand dazu ist auf einer Rolle in der Heckbox versteckt.
Raumkonzept musste aufgrund des Platzmangels komplett verändert werden
Die Schüler erklären: „Wir haben uns alle fixen Elemente des Innenraumes angesehen. Dabei sind wir zu dem Schluss gekommen, die größten und sperrigsten Elemente – nämlich die beiden Betten – nach außen zu verlagern.“ Diese befinden sich nun unter dem eigentlichen Wohnraum, in zwei separaten Schubladen. Die Schubladen können nach außen aufgezogen werden. „Um nicht im Freien schlafen zu müssen, haben wir eine Kuppel entwickelt. Sie erinnert an die Hartschale eines Gürteltieres.“ Durch zwei dieser Hartschalenkuppeln sind die je 1,40 Meter breiten Schlafplätze voneinander getrennt. In die Kojen gelangt man durch zwei Türen im Innenraum. Sie dienen gleichzeitig als Nachtkästchen.
Im Inneren der Studie befinden sich ein Bad mit einer vollwertigen 800 mm Dusche. Ein beidseitig ausziehbarer Kleiderschrank und eine Küche in L-Form. Warmes Wasser wird durch die auf dem Dach angebrachte Solaranlage gewonnen. Der Herd wird mit Gas betrieben.
Eine weitere Besonderheit des Gefährts ist die Sitzgelegenheit
Diese steht nur dann im Wohnraum, wenn sie benötigt wird. Der Tisch ist auf einer Stange gelagert und befindet sich an der Decke. Die Stühle werden im Stauraum neben dem Eingangsbereich gestapelt.
Projektname „Camping 360 Grad“ entsteht durch einen Blick von oben auf die Studie
Ist das Vorzelt komplett geöffnet und die ausziehbaren Betten ausgefahren kann man – von oben betrachtet – einen fast kreisförmigen Grundriss erkennen. Daher bekam das Gefährt den Namen 2 Pi, der den mathematischen Ausdruck des Einheitskreises mit 360 Grad beschreibt.
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