Friedrichshafen/Bodensee | 15.11.2010
Gemeinsam mit der Universität St. Gallen erstellt die Wirtschaftsförderung Bodenseekreis eine Studie, um die Entwicklungspotenziale der Kultur- und Kreativwirtschaft im Landkreis zu analysieren.
Um konkrete Handlungsmaßnahmen zur Förderung des Wirtschaftsbereiches zu formulieren und die Entwicklungspotentiale der Kultur- und Kreativwirtschaft zu analysieren wird es eine Befragen geben. Im Rahmen dieser Studie führt die Wirtschaftförderung Bodenseekreis (WFB) online unter http://www.kreativ-am-bodensee.net/ ab sofort bis zum 20. November eine Befragung aller Unternehmen und Freiberufler durch, die im Bereich der Kultur- und Kreativwirtschaft angesiedelt sind. Neben den Unternehmen werden auch die Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter befragt, die in diesem Bereich tätig sind. Ziel der Befragung ist es, die aktuelle Situation der Branche in der Region zu erfassen.
Kultur- und Kreativwirtschaft ist drittstärkste Banche
Pressemarkt, Buchmarkt, Rundfunkwirtschaft, Software-/Games-Industrie, Werbemarkt, Architekturmarkt, Designwirtschaft, Filmwirtschaft, Musikwirtschaft, Kunstmarkt und der Markt für darstellende Künste bringen bedeutende kulturelle und kreative Produkte hervor. Zugleich tragen sie maßgeblich zur Bruttowertschöpfung in Deutschland bei. Gemessen an den Arbeitsplätzen ist dieser Wirtschaftszweig mit ca. 155.000 Beschäftigten in Baden-Württemberg der drittstärkste. Dieser Wirtschaftskreis rangiert noch vor der Chemischen Industrie. Seine Bedeutung wird auch durch eine bundesweite Studie der Prognos AG untermauert. Diese Studie hat die Bundesregierung veranlasst, vor zwei Jahren die „Initiative Kultur- & Kreativwirtschaft“ zu gründen, um diese Branche zu stärken.
Wissen und Kreativität sind die Ressourcen der Zukunft. Die „kreative Klasse“ bevorzugt offene, tolerante Regionen und Städte. Innovativ denkende Berufsgruppen sind zudem ein wichtiger Standortvorteil für Unternehmen in Märkten, in denen es mehr und mehr an Fachkräften mangeln wird.
Bodenseekreis ist sehr tolerant
Das Beratungsunternehmen Agiplan untersuchte kürzlich die einzelnen Regionen Deutschlands bezüglich der Bereiche Technologie, Talente und Toleranz. In diesem TTT-Index rangiert der Bodenseekreis unter den Landkreisen deutschlandweit auf dem 4. Platz. Doch wo sitzen hier die kreative Köpfe und Unternehmen? Welche Anforderungen an den Standort haben Sie? Welches kulturelle Umfeld und welche sonstige Infrastruktur benötigen sie, um im Bodenseekreis zu bleiben? Was muss getan werden, um die Branche und den Standort zu stärken?
Viele Fragen, welche die Wirtschaftsförderung Bodenseekreis in Zusammenarbeit mit der Universität St. Gallen und unterstützt vom Europäischen Fonds für Regionale Entwicklung (EFRE) mit der Studie beantworten möchte. Aus diesem Grund ist es wichtig, dass sich möglichst viele Kreative, egal ob Unternehmer oder Mitarbeiter, 15 Minuten Zeit für die Online-Befragung unter http://www.kreativ-am-bodensee.net/ nehmen. Damit leisten sie einen wertvollen Beitrag zur Weiterentwicklung der Branche im Bodenseeraum und tragen dazu bei, den Erfolg der Unternehmen und die Sicherheit sowie den Ausbau der Arbeitsplätze zu gewährleisten. „Sich auf den Erfolgen der Vergangenheit auszuruhen, wäre ein großer Fehler. Schon jetzt holen sich namhafte Unternehmen des Bodenseekreises spezielle Kreativleistungen aus anderen Regionen. Offenheit für neue Ideen und Einflüsse Andersdenkender sind enorm wichtig, um im Wettbewerb mit anderen Standorten nicht abgehängt zu werden.“, so Benedikt Otte, Geschäftsführer der Wirtschaftsförderung Bodenseekreis GmbH.