Friedrichshafen/Bodensee | 08.12.2011

Martin Gehrer und Hans Diem, Foto: IBK
Unter dem Vorsitz des St.Galler Regierungsrats Martin Gehrer fand am 02. Dezember in St.Gallen die 32. Konferenz der IBK-Regierungschefs statt. Ein zentrales Thema war der Ausbau der Elektrifizierung der Bahnstrecken in Süddeutschland.
An der Internationalen Bodensee Konferenz (IBK) nahm erstmals auch der baden-württembergische Ministerpräsident Winfried Kretschmann teil. Thema war unter anderem der Ausbau der Elektrifizierung der Bahnstrecken in Süddeutschland. Die Verkehrs-Anbindung der Bodensee-Region ist seit langem ein wichtiges Anliegen der IBK. Die Regierungschefs haben sich nun in einer Resolution für das Vorantreiben der Elektrifizierung der letzten Teilstrecken der Gürtelbahn Bodensee und der Südbahn eingesetzt. „Beide Postulate entsprechen dringlichen Handlungsfeldern der IBK. Sie finden sich im aktuellen Massnahmen-Katalog des Leitbildes der IBK“, so der IBK-Vorsitzende Martin Gehrer.
Südbahn von Friedrichshafen nach Ulm
Bei der Südbahn von Friedrichshafen nach Ulm übernimmt das Land Baden-Württemberg die Hälfte der Investitions-Kosten des im deutschen Bundes-Verkehrswegeplan vorgesehenen Ausbaus. Die IBK-Regierungschefs fordern gemeinsam die Bundesrepublik Deutschland auf, die Anschluss-Finanzierung in gleicher Höhe sicherzustellen. Gleichzeitig soll sie in das entsprechende Investitionsrahmen-Programm aufgenommen werden.
Bodensee-Gürtelbahn zwischen Radolfzell und Friedrichshafen
Ebenfalls angesprochen wurde die Situation auf der Bodensee-Gürtelbahn zwischen Radolfzell und Friedrichshafen. Die Elektrifizierung der Hochrheinstrecke zwischen Basel und Schaffhausen ist bereits auf gutem Wege. Gehrer richtete nun die Bitte an das Land Baden-Württemberg, bei den Planungen auch die Bodensee-Gürtelbahn zwischen Radolfzell und Friedrichshafen einzubeziehen. Zusammen mit der DB Netz AG sollen entsprechende Umsetzungs-Schritte eingeleitet werden. Ministerpräsident Winfried Kretschmann nahm diese Bitte auf. Er betonte, dass sich die Regierungschefs über die Bedeutung einer Weiter-Entwicklung der grenz-überschreitenden Bahnverkehre einig seien.
Vorsitzübergabe an Appenzell Ausserrhoden
Im Jahr 2012 wird der Kanton Appenzell Ausserrhoden den IBK-Vorsitz führen. Am Ende der Konferenz reichte Regierungsrat Martin Gehrer das symbolische Steuerrad der IBK an Landammann Hans Diem weiter. Land und Menschen, die „Zwischenräume“ ausfüllen, möchte Appenzell Ausserrhoden während des Vorsitzjahres ins Blickfeld rücken. Landammann Hans Diem wies darauf hin, dass die Bodensee-Region zwischen den großen Metropol-Räumen liege und dennoch erfolgreich sei. Die Kleinheit und Abgeschiedenheit mancher Teilräume berge Chancen, aber auch Risiken. Über diese wolle man sich austauschen. Weiter werde man das Augenmerk auf die weitere Verbesserung des Zusammenspiels der Institutionen und Akteure in der Grenzregion legen.
Über die Internationale Bodensee Konferenz (IBK)
Die Internationale Bodensee Konferenz (IBK) ist die gemeinsame Plattform der Regierungen der Länder und Kantone Baden-Württemberg, Schaffhausen, Zürich, Thurgau, St.Gallen, Appenzell Ausserrhoden, Appenzell Innerrhoden, Fürstentum Liechtenstein, Vorarlberg und Bayern. Ziel der IBK ist es, die Bodensee-Region als attraktiven Lebens-, Natur-, Kultur- und Wirtschaftsraum zu erhalten und zu fördern. Gleichzeitig soll die regionale Zusammen-Gehörigkeit gestärkt werden. Die IBK bildet den Kern eines breit gefächerten Netzwerkes der grenz-überschreitenden Zusammenarbeit in der Bodensee-Region.
Weitere Informationen unter www.bodenseekonferenz.org
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