Friedrichshafen/Bodensee | 15.12.2011

Die zehn IBK-Regierungschefs und Regierungs-Vertreter tagten in St.Gallen, Foto: IBK
Am Ende des st.gallischen Vorsitzjahres zog Martin Gehrer eine positive Bilanz über das Schwerpunktthema. Das Bewusstsein für den Gesundheitsraum Bodensee sei gefördert worden.
Bei der Internationalen Bodensee Konferenz (IBK) informierte Dr. Wolfgang Streitenberger, Conseiller des Generaldirektors für Regionalpolitik der EU-Kommission, Brüssel, die Regierungschefs über die EU-Regionalpolitik ab 2014. Demnach sollen die EU-Strukturfonds einen Beitrag zur EU-2020 Strategie für innovatives, nachhaltiges und integratives Wachstum leisten. Zudem sollen die Fonds für Regional-Entwicklung, Soziales, Landwirtschaft besser zusammenwirken.
Start für die Programmplanung zu Interreg V
Die Internationale Bodensee Konferenz will sich aktiv dafür einsetzen, dass die verschiedenen EU-Förderprogramme auch aus regionaler Sicht optimale Wirkung entfalten. So sollen sie zur Europäischen Strategie beitragen. Zugleich gelte es aber auch den regionalen Besonderheiten Rechnung zu tragen. Zum EU-Ziel der „territorialen Zusammenarbeit“ soll es ab 2014 ein neues Interreg V-Programm für die Grenzregion am Alpenrhein, Bodensee und Hochrhein geben. Der Startschuss zur Programmplanung in der Region sei bereits erfolgt, so der Tübinger Regierungspräsident Hermann Strampfer.
Positive Bilanz zum Vorsitzjahr 2011
Eine positive Bilanz zum Vorsitzjahr 2011 des Kantons St.Gallen zog Regierungsrat Martin Gehrer. „Mit unserem Leitthema ‚Grenzenlos gesund‘ ist es gelungen, die Attraktivität und auch die Chancen des Gesundheits-Raumes Bodensee bekannter und bewusster zu machen. Sowohl bei politischen Gremien und Leistungs-Erbringern als auch bei engagierten Kreisen aus dem Gesundheits-Bereich. Vor allem aber in der Öffentlichkeit konnten wir den Bekanntheitsgrad und die Bewusstheit erhöhen“, resümierte Gehrer.
Höhepunkt war das IBK-Gesundheitsschiff
Das IBK-Gesundheitsschiff lief am 28. Mai 2011 in die Häfen von Rorschach, Bregenz, Lindau und Friedrichshafen an. Regierungsrat Gehrer freute sich, dass eine breite Öffentlichkeit das Leistungsangebot zu Gesundheits-Förderung und Prävention aktiv testen und nutzen konnte. Die Demonstrations-Einsätze der Land-, Wasser- und Luftrettungs-Dienste hätten durch Professionalität und gut funktionierende Zusammenarbeit überzeugt. Wichtig sei auch gewesen, dass an jeder Station politisch Verantwortliche klare Bekenntnisse zur Mitgestaltung des Gesundheitsraums Bodensee abgaben. Die IBK wird das Thema 2012 mit einer Tagung zum Fachkräfte-Mangel im Sozial- und Gesundheits-Bereich weiterführen.
IBK-Klimaschutzkongress in St. Gallen
Als weiteres Highlight des Vorsitzjahres fand am 7. September in St. Gallen der IBK-Klimaschutzkongress zum Thema „wirtschaftliche Anreize für Energie-Effizienz und erneuerbare Energien“ statt. Aus dem Austausch zu den unterschiedlichen Bedingungen in den einzelnen Ländern konnten wertvolle Erkenntnisse gewonnen werden. 2012 sollen die Energie-Fachleute aus den IBK-Mitgliedsländern zu einem Erfahrungs-Austausch eingeladen werden. Auch 2013 ist ein Klimaschutz-Kongress geplant.
Über die Internationale Bodensee Konferenz (IBK)
Die Internationale Bodensee Konferenz (IBK) ist die gemeinsame Plattform der Regierungen der Länder und Kantone Baden-Württemberg, Schaffhausen, Zürich, Thurgau, St.Gallen, Appenzell Ausserrhoden, Appenzell Innerrhoden, Fürstentum Liechtenstein, Vorarlberg und Bayern. Ziel der IBK ist es, die Bodensee-Region als attraktiven Lebens-, Natur-, Kultur- und Wirtschaftsraum zu erhalten und zu fördern. Gleichzeitig soll die regionale Zusammen-Gehörigkeit gestärkt werden. Die IBK bildet den Kern eines breit gefächerten Netzwerkes der grenz-überschreitenden Zusammenarbeit in der Bodensee-Region.
Weitere Informationen unter www.bodenseekonferenz.org
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