Wirtschaftsministerium

Weiße Zertifikate zur Erhöhung der Energie-Effizienz

Alb-Donau | 25.02.2011

Energieberatung
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Große Diskussion auf EU-Ebene: Die Einführung von „Weißen Zertifikaten“ könnte die Energie-Effizienz in Unternehmen und privaten Haushalten steigern.

"Bei der Steigerung der Energie-Effizienz in Unternehmen und privaten Haushalten sind noch immer große Potenziale vorhanden", so Wirtschaftsminister Ernst Pfister. Diese ließen sich bislang aber nur schwer erschließen. Mit der auf EU-Ebene diskutierten Einführung von "Weißen Zertifikaten" könne sich das für die Energie-Effizienz ändern.

Nutzen auf Unternehmerseite

CO2-Zertifikate wirken vor allem auf der Angebots-Seite. Im Unterschied dazu sollen "Weiße Zertifikate" dazu führen, dass der Energie-Verbrauch auf der Nachfrage-Seite reduziert wir. Das heißt: weniger Energie-Verbrauch bei Unternehmen und privaten Haushalten. Dies würde die Energie-Effizienz wesentlich steigern. Die Bundes-Regierung hat das Thema in ihrem Energie-Konzept aufgegriffen. Eine von ihr in Auftrag gegebene Studie soll die Realisierungs-Möglichkeiten untersuchen.

Workshop in Baden-Württemberg

"Wir haben als erstes Bundesland einen Workshop veranstaltet, um die Möglichkeiten für Baden-Württemberg in Sachen Energie-Effizienz zu prüfen“, so Ernst Pfister. Dabei wurde einerseits die Systematik der "Weißen Zertifikate" als Instrument zur Verbesserung der Energie-Effizienz erörtert. Andererseits wurden die Chancen und Risiken diskutiert.

Rentable Einnahmen durch "Weiße Zertifikate"

"Weiße Zertifikate" basieren auf einem Quoten-System mit Vorgaben, deren Umsetzung auf Freiwilligkeit beruht. Unternehmen und private Haushalte, die Maßnahmen zur Energie-Einsparung umsetzen, erhalten im Gegenzug handelbare "Weiße Zertifikate". Mit der zusätzlichen Einnahme aus dem Verkauf der "Weißen Zertifikaten" kann etwa eine energetische Gebäude-Sanierung rentabel werden. Dies würde wiederum zur Steigerung Energie-Effizienz beitragen. Bislang gibt es allerdings noch eine Reihe ungeklärter Fragen im Hinblick auf die Systematik des Instruments.

Keine neue Belastung für Unternehmen

Im Rahmen des Workshops wurde übereinstimmend dargelegt: die Einführung "Weißer Zertifikate" erhöht zwar die Energie-Effizienz. Die Energie-Effizienz kann jedoch auch zu einem erheblichen Aufwand und zu Mehrkosten für die Unternehmen führen. Der Energie-Effizienz-Gewinn muss zunächst berechnet werden. Der Energie-Effizienz-Gewinn wird dann berechtigten Person oder dem jeweiligen Unternehmen in Form "Weißer Zertifikate" gutgeschrieben. Dafür sind aufwändige Prozesse und Prüfungen erforderlich. "In keinem Fall dürfen neue Instrumente zu einer zusätzlichen Bürokratie-Belastung in den Unternehmen führen", so Ernst Pfister.

Modell-Projekt in Planung

Baden-Württemberg wird nun die Ergebnisse der von der Bundesregierung in Auftrag gegebenen Studie abwarten. Sie soll Ende 2011 vorliegen. Im Anschluss überlegt der Bund ein Modell-Projekt zu verwirklichen. Baden-Württemberg wird prüfen, ob einen Teilnahme sinnvoll erscheint.

Weitere Informationen gibt es HIER

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