Allgäuland

Allgäuland: Übernahme durch Arla rückt näher

Alb-Donau | 05.09.2011

Torben Olsen, Arla Foods GmbH Deutschland, Paul E. Ritter, Allgäuland-Käsereien GmbH, Foto Allgäuland-Käsereien
Torben Olsen, Arla Foods GmbH Deutschland, Paul E. Ritter, Allgäuland-Käsereien GmbH, Foto Allgäuland-Käsereien

Der dänische Molkerei-Gigant Arla nähert sich der Übernahme von Allgäuland. Die Genossenschaft Milchwerk Donau-Alb gibt ihre Anteile ab.

Wie die Südwest Presse berichtet sind die in der Genossenschaft Milchwerk Donau-Alb organisierten Milchbauern einverstanden. Arla soll die Allgäuland-Käsereien übernehmen. Das beschlossen die Milchbauern aus den Kreisen Alb-Donau, Biberach und Reutlingen.

Alb-Donau Kreis ist für Verkauf an Arla

 In der Generalversammlung haben die Mitglieder der Genossenschaft Milchwerke Donau-Alb dem Verkauf zugestimmt. Die Allgäuland-Käsereien sollen an Arla gehen. Die Anteile  an Allgäuland, die in Besitz der Genossenschaft sind sollen an Arla verkauft werden. Von den 285 Mitgleidern der Genossenschaft der Milchwerke Donau-Alb stimmten mehr als 98 Prozent für den Verkauf, so die Südwest Presse. Die Wahl fand in Unlingen (Kreis Biberach) statt.

Anteile an Allgäuland sind nichts mehr wert

Formal ging es bei dem Votum um zwei Gesellschaften: Um die Allgäuland-Käsereien GmbH und AL Dienstleistungs-GmbH. Über den Verkauf der beiden Allgäuland-Gesellschaften wurde abgestimmt.  Die Mehrheit lag in beiden Fällen jeweils deutlich über der erforderlichen 75-Prozent-Marke. Damit kann Arla die rund 24 Prozent am Allgäuland-Stammkapital der Milchwerk-Genossenschaft übernehmen. Nach einem im Frühjahr erfolgten Kapitalschnitt sind die Anteile über nominell knapp 7,7 Millionen Euro aber nichts mehr wert, so die Südwest Presse weiter.

Allgäuland: Verkauf an Arla oder Insolvenz

Torben Olsen, Geschäftsführer von Arla-Deutschland, machte bereits vor der Generalversammlung klar: Ein Nein zur Übernahme würde die Insolvenz von Allgäuland bedeuten. Auch dann bliebe den Landwirten von ihren Anteilen nichts. Denn Allgäuland ist, so die Südwest Presse, mit etwa 70 Millionen Euro verschuldet.

Milchbauern liefern nicht mehr an Allgäuland

Erschwerend hätte im Falle einer Insolvenz ein Milchlieferzwang über das Jahresende hinaus hinzukommen können. Die Hälfte der Mittglieder der Genossenschaft aus dem westlichen Alb-Donau-Kreis soll ihre Lieferverträge zum 31. Dezember gekündigt haben. Sie wollen nicht mehr an Allgäuland liefern. Stattdessen soll an die Milchwerke Schwaben in Neu-Ulm, an Omira in Ravensburg oder an Zott im bayerischen Mertingen geliefert werden.

Weitere Abstimmung zur Übernahme von Allgäuland

Fünf weitere Genossenschaften sind an Allgäuland mit Sitz in Wangen (Kreis Ravensburg) beteiligt. Auch sie sollen über den Verkauf ihrer Anteile an Arla abstimmen. Als letzte Genossenschaft stimmt Butterwerk Langenau über den Verkauf an Arla ab. Die Landwirte aus der Region liefern schon länger nicht mehr an Allgäuland.

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