Handwerkskammer Ulm

Aktiver Umweltschutz durch steuerliche Förderung

Alb-Donau | 17.11.2011

Symbolbild: Haus, Foto: fotolia
Symbolbild: Haus, Foto: fotolia

Im Ulm/Alb-Donaukreis sind 50.000 Altbauten sanierungsfähig. Gindele erwartet von der steuerlichen Förderung einen entscheidenden Beitrag, um energie- und klimapolitische Ziele von Bund und Ländern zu erreichen.

Noch immer steht nicht fest, ob energetische Gebäude-Sanierungen künftig steuerlich gefördert werden. Der Vermittlungs-Ausschuss von Bundestag und Bundesrat hat seine Beratungen dazu vertagt. Die Bedeutung für das regionale Handwerk ist groß. Weiter geht’s am 22. November.

Das Handwerk muss sich weiter gedulden

Anton Gindele, Präsident der Handwerkskammer Ulm, hatte erwartet, dass der Vermittlungs-Ausschuss in seiner letzten Sitzung in der vergangenen Woche eine Entscheidung zur steuerlichen Förderung von Gebäude-Sanierungen fällt. Schließlich hatte das Handwerk in ganz Deutschland im Vorfeld schon ordentlich getrommelt. Die Hoffnung war groß, dass die Mitglieder des Vermittlungs-Ausschusses endlich den Weg für eine steuerliche Förderung der energetischen Gebäude-Sanierung frei machen.

Wichtige Zeit für aktiven Umweltschutz wird vertan

Schließlich sind im Gebiet der Handwerkskammer Ulm, das von Ellwangen bis zum Bodensee reicht, bei einem Bestand von 345.000 Wohnungen knapp 260.000 Altbauten sanierungsfähig. Im Ulm/Alb-Donaukreis beläuft sich der Bestand an Wohnungen 2010 auf immerhin rund 70.000 Wohnungen und 50.000 Altbauten sind sanierungsfähig. „Hier wird wichtige Zeit vertan, die wir im Handwerk gerne zum aktiven Umweltschutz nutzen würden“, so Gindele.

Private Investitionen können das Sanierungs-Tempo deutlich erhöhen

Gindele erwartet von der steuerlichen Förderung einen entscheidenden Beitrag, um die ambitionierten energie- und klimapolitischen Ziele von Bund und Ländern zu erreichen. Außerdem erwarte er, dass ein erheblich größeres Potenzial an privaten Investitionen angestoßen werden wird, als dies allein durch die KfW-Förderung möglich sei. „Nur mit diesen privaten Investitionen kann das Sanierungs-Tempo deutlich erhöht werden“, ist Gindele überzeugt.

Handwerk unterstützt Absetzbarkeit von Einzel-Maßnahmen

Wenn sich die Mitglieder des Vermittlungs-Ausschusses am 22. November wieder treffen, können sie aus seiner Sicht gleich noch ein paar Änderungen einfügen. Das Handwerk setzt sich dafür ein, dass der Ersatzneubau und Gebäude bis zum Baujahr 2001 in die Förderung eingezogen werden. Darüber hinaus unterstützt es die Absetzbarkeit von Einzel-Maßnahmen beim Fiskus.

www.hk-ulm.de

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