Windkraft

280 neue Windräder

Alb-Donau | 26.05.2011

Windkraft; Foto: Fotolia & Zeeb Kommunikation
Windkraft; Foto: Fotolia & Zeeb Kommunikation

Nach Berichten des Südkuriers plant der Regionalverband Bodensee-Oberschwaben mit rund 280 neuen Windkraft-Anlagen in der Region.

In der Planungs-Sitzung des Regionalverband Bodensee-Oberschwaben in der vergangenen Woche wurde ein Beschluss gefasst: Rund 280 neue Windkraft-Anlagen sollen in den Landkreisen Sigmaringen Ravensburg und Bodensee sukzessive entstehen. Dies berichtet der Südkurier mit Berufung auf die Versammlung in Meßkirch.

Windkraft-Schwerpunkt Meßkirch

Im Raum Meßkirch soll, so die Planungen, auch der Schwerpunkt der Windkraft-Offensive liegen. Bis zu 90 neue Windräder sollen im Umkreis entstehen. Weitere wichtige Punkte sollen der Gehrenberg sowie der Raum Heiligenberg darstellen, wo entsprechende Flächen für Windkraft-Anlagen ausgewiesen werden. Die Zahl der Windräder im Verbandsgebiet würde sich damit vervierzigfachen: Momentan stehen im gesamten Verband Bodensee-Oberschwaben erst sieben solcher Windkraft-Anlagen.

Es geht nicht mehr um das „ob“ – nur noch um „wie viele“

Helmut Vogler, Vorsitzender des Regionalverbandes Bodensee-Oberschwaben, wird im Südkurier zu dieser Entscheidung zitiert. Es ginge nicht mehr darum, ob Windkraft-Anlagen in der Region gebaut werden, sondern nur in welchem Umfang. Die geänderten Anforderungen an die Energiepolitik in den nächsten Jahren mache eine Reaktion unumgänglich.

Windkraft als Energie der Zukunft

Dass diese Region in Bodensee-Oberschwaben so intensiv ausfallen würde, war wenig abzusehen – in Voglers Augen ist diese Windkraft-Offensive aber der einzig sinnvolle Weg. Der von der Bundesregierung vorgesehene Plan zum Atomausstieg lasse nur noch zehn Jahre Zeit, um regenerative Energien zu fördern. Windkraft ist eine davon – und man müsse handeln, nicht auf Gesetzgebungen von Bund und Ländern warten: „Wir werden nur Zeit verlieren“, zitiert der Südkurier Vogler.

Franke: 99 Prozent der Fläche steht nicht zur Verfügung

Allzu viele Optionen bleiben dabei nach Verbandsdirektor Wilfried Franke nicht. Neunundneunzig Prozent der Fläche stünden für Windkraft-Anlagen nicht zur Verfügung – rechtliche und andere Gründe verhinderten den Aufbau von Windrädern. Die geplanten 280 Windkraft-Anlagen seien das Maximum, was auf dem verbliebenen Prozent der Fläche unterzubringen sei.

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